Kirchenaustritt

Acht Prozent der Lohn- oder Einkommenssteuer sind viel Geld...

... das stimmt, doch mit Ihrer Kirchensteuer unterstützen Sie nicht nur "die da oben", sondern ganz konkret unsere Arbeit vor Ort.

50 Prozent der Kirchensteuereinnahmen unserer Landeskirche werden direkt an die Kirchenbezirke und Kirchengemeinden vor Ort weitergeleitet. So unterstützen Sie etwa jährlich die Arbeit unserer beiden Kindergärten mit ca. 50.000 € aus Kirchensteuermitteln.

Die anderen 50 Prozent der Kirchensteuer werden zum Großteil für die Pfarrerbesoldung und Baumaßnahmen in den einzelnen Kirchengemeinden benötigt. Wir haben in den letzten Jahren in unserer Gemeinde für etwa 875.500 € gebaut. 35% der Bausummen wurden uns vom Ausgleichsstock der Landeskirche zur Verfügung gestellt. Und als Pfarrerinnen und Pfarrer sind wir vor Ort in unserer Gemeinde tätig.

Wenn Sie konkrete Fragen zur Kirchensteuer haben, dann rufen Sie doch bitte unter der kostenfreien Telefonnummer 0 800 / 713 713 7 an.

Mehr Informationen zu den kirchlichen Finanzen erhalten Sie in den Pfarrämtern oder unter Kirchenfinanzen.

Bevor Sie aus Ihrer Kirche austreten...

Es macht nicht viel Mühe, aus der Kirche auszutreten. Sie müssen dazu nicht einmal persönlich mit Ihrem Pfarrer sprechen, sondern nur auf dem Standesamt eine formelle Erklärung abgeben.

Wir kennen Ihre persönlichen Motive nicht. Hat ein Christ Sie enttäuscht? Ist Ihnen die Institution Kirche suspekt? Verstehen Sie manche Aussage, die in der Bibel steht, nicht? Sind Ihnen die Sprache und die Bräuche in den Gottesdiensten fremd geworden? Möchten Sie keine Kirchensteuern mehr zahlen?

Gerade weil es so einfach ist, die Kirche zu verlassen, möchten wir Sie einladen, Ihre Einstellung der Kirche, dem Glauben und den Christen gegenüber nochmals in Ruhe zu überdenken.

Sprechen Sie mit jemandem, den Sie als Christen kennen und den Sie als Person schätzen. Vielleicht auch mit einem Pfarrer. Äußern Sie ruhig auch Ihre Kritik.

Wir wissen, wir Christen sind keine besseren Menschen. Auch wir haben unsere Schwierigkeiten mit manchen biblischen Texten. Wir haben aber die eine gute Nachricht, dass uns in Jesus Christus Gott selbst begegnet.

Kirche und Gemeinde sind nicht nur die Anderen. Nein, wir alle bilden zusammen Kirche und Gemeinde. Auch Sie selbst! Sie können Ihre Gemeinde mit gestalten und mit prägen, wenn Sie dies nur wollen. Sie können sich mit Ihren Ideen und Begabungen einbringen und Kirche mitgestalten.

Informieren Sie sich, welche Gruppen und Kreise es in Ihrem Umfeld gibt, auf welch vielfältige Weise in der Gemeinde Gottesdienste gefeiert werden - zum Beispiel hier auf unserer Homepage. Vielleicht ist ja etwas Passendes für Sie dabei.

Wenn Sie sich in Ihrer Ortsgemeinde nicht wohl fühlen - vielleicht gibt es eine andere Kirchengemeinde in der Nähe, die Ihnen eher entspricht. Dann nehmen Sie doch dort am Gemeindeleben teil. Auch die formale Mitgliedschaft in einer anderen Ortsgemeinde als der Wohnortgemeinde ist möglich.

Schauen Sie sich um, welche Hilfe kirchliche Mitarbeiter und Einrichtungen für andere Menschen leisten. Vieles davon ist nur leistbar mit Hilfe der Kirchensteuer. 

Warum Menschen Kirchensteuern zahlen?
Antworten darauf sehen Sie auch in diesem Video von Kirchenfernsehen.de.

Falls Sie sich dennoch von der Kirche verabschieden wollen...
... hat dies auch äußere Konsequenzen. Sie können dann nicht mehr Taufpate werden. Sie machen mit Ihrem Kirchenaustritt auch deutlich, dass Sie keine kirchliche Bestattung für sich wünschen.

... wäre es für uns wichtig, Ihre Gründe dafür zu erfahren. Sprechen Sie mit uns oder schreiben Sie uns.

Eines ändert sich aber nicht: Ihre Taufe bleibt weiterhin gültig.


Und bevor Sie denken, Kirche sei nur alt und verstaubt...
... dann sehen Sie sich bitte erst diesen kleinen Film an (zugegeben, nicht bei uns gedreht, aber trotzdem gut).