Neues aus Windischleuba

Pfarrer Detlef Herfurth schreibt Anfang Oktober 2008: „Mit Interesse lese ich von Ihrer Kirchenrenovierung. Wir sind ja zurzeit auch kräftig dabei und haben in diesem Jahr den 3. Bauabschnitt, das ist die Nord- und die Ostseite des Daches. Turm und Südseite sind fertig. Das Dach gesamt mit seinen enormen Schädigungen des Tragwerks wird insgesamt 365.000 € kosten. Das ist eine irrsinnige Summe, zumal die Fassade nochmals 295.000 € verschlingt. Zum Glück ist es gelungen, über die sog. Städtebauförderung / Kirchenprogramm des Landes eine fast 80%ige Förderung zu erreichen, dazu kommen dann Landeskirchliche Baumittel, die staatliche Denkmalpflege und die Kommune. Wir selbst können nur den geringsten Teil beisteuern. Leider ist damit immer noch nicht eine Innenrenovierung in Sicht. Denn auch die Fassade ist in drei Abschnitte von 2009 bis 2011 unterteilt.

 
Da die gesamte Vorbereitung, Mittelbeschaffung und Koordinierung der Arbeiten bei mir liegt, ist für Beschäftigung gesorgt. Dass hierin nicht der Sinn eines Pfarrerdaseins liegt, muss nicht erwähnt werden. Wir können jedoch die Chance, in einer Förderung drin zu sein, nicht aus der Hand geben.

Eine große Freude ist, dass sich einige Männer und Frauen gefunden haben, die schon jetzt Schritte zur Innenrenovierung in ehrenamtlicher Arbeit erledigen. Wir haben die ehemalige Gutsloge wieder in die Sakristei zurückverwandelt mit der Zusatznutzung als Teeküche (leider fehlt uns noch die Einrichtung) und haben im Südosteingangsbereich ein WC eingebaut. Damit soll eine bessere Nutzung der Kirche für Gemeindeveranstaltungen/ Konzerte erreicht werden.

Die schlechte Nachricht in diesem Zusammenhang ist, dass wir uns entschließen mussten (nach jahrelangen Überlegungen), das ehemalige Pfarrhaus zu verkaufen. Es steht seit November 2007 leer.

Konkret war von der Landeskirche, der das Gebäude und das Grundstück mit allen Rechten und Pflichten gehört, die Genehmigung zu erwirken, was mehr als vier Monate gedauert hat. Leider ist uns durch diese lange Zeit der Käufer abgesprungen. So stehen wir wieder am Anfang.

Finanziell ist das Haus nicht zu halten. Die großen Gemeinderäume sind zwar schön und werden sehr geschätzt – wir können sie aber eigentlich nicht mehr heizen. Die Sorgen um die Grundstückspflichten reiben uns auf.

Wir planen in der Turmkapelle der Kirche einen Gemeinderaum einzubauen, was aber nur mit dem geringen Anteil am Verkaufserlös möglich ist, den die Kirchengemeinde von der Landeskirche erhält. Dazu muss aber erstmal ein Verkauf erfolgen.

Soweit ein Einblick in die gegenwärtige Problematik. Es würde mich freuen, wenn sich einmal eine Gelegenheit ergibt, zusammen mit einigen Mitgliedern des Gemeinderates und andren einen Gedankenaustausch mit Ihnen zu haben. Wir brauchen viele Anregungen, um den Weg in die Zukunft zu finden. Der Besuch des Posaunenchors im letzten Frühjahr war ein Hoffnungszeichen…“.