Menschen unserer Kirchengemeinde:
In
unserer Kirchengemeinde gibt es ungezählt viele ehrenamtliche Mitarbeiter.
Heute gibt Monika Fischer ein Gespräch wieder mit einer der jüngeren Mitarbeiterinnen,
die im Team der Kinderkirche aktiv ist.
Marita
Funk, Sie sind gerade volljährig geworden. Wie lange sind Sie denn schon dabei?
Schon
als Kind bin ich gerne in die Kinderkirche gegangen. Das Schönste war damals,
beim Krippenspiel ein Engel sein zu dürfen. Ich habe immer gerne die biblischen
Geschichten gehört.
Und
nach der Konfirmation sind Sie dann praktisch auf die andere Seite gewechselt?
Ja,
ab Herbst 2005 gehöre ich zum Kinderkirchteam. Ich hatte beim
landeskirchlichen Gewinnspiel für Konfirmanden den ersten Preis, eine Reise
nach Prag gewonnen. Das war eine schöne Belohnung für mein Interesse an der
Bibel. Dadurch bin ich wohl auch Pfarrerin Bäuerle aufgefallen. Sie fragte
mich, ob ich gerne mitmachen möchte bei der Kinderkirche.
Braucht
man besondere Voraussetzungen, um in der Kinderkirche aktiv sein zu können?
Ganz
wichtig ist, dass man Kinder gern hat. Man muss auf sie eingehen können, sich
gern mit ihnen beschäftigen.
Reicht
das denn? Der Kindergottesdienst ist ja nicht nur einfach ein Spielkreis.
Wir
treffen uns jetzt 14-tägig mittwochabends im Mitarbeiterkreis. Zur Zeit sind wir sieben Mädchen und Frauen zwischen 14 und
50 Jahren. Es gibt Themenhefte, die uns helfen, die Inhalte unserer Gottesdienste
zu gestalten. So wird festgelegt, wer die Begrüßung hält, wer die biblische
Geschichte erzählt und wer den Schluss des Gottesdienstes gestaltet. Ein
wichtiger Teil der Vorbereitung ist das Sammeln von Material zur Veranschaulichung.
Wir malen, basteln, lösen Rätsel im Kindergottesdienst und sprechen so die Kleinen
nicht nur über das Hören an. Natürlich wird auch gesungen, nur leider kann
keine von uns Gitarre spielen.
An
den Vorbereitungsabenden gibt es immer auch Gelegenheit zu Gesprächen über
Fragen, die uns besonders interessieren. Ich fühle mich wohl in diesem Team.
Was
macht beim Kindergottesdienst denn besonders viel Freude?
Die
Zuneigung der Kinder. Wenn mir auf der Straße eines der Kinder begegnet und
freudig erzählt, dass es nächsten Sonntag wieder dabei sein wird. Und dann
natürlich noch die Höhepunkte im Jahr mit dem Krippenspiel oder der „Kinderkirchwette“.
Im letzten September hat mich meine Mutter früh am Morgen auf das Köpfle
gefahren, damit ich rechtzeitig die „Schätze“ verstecken konnte, die die Kinder
nach ihrer Traktorfahrt aufstöbern durften. Ganz toll war unser Ausflug mit
Kindern und Eltern nach Giengen ins Steiffmuseum. Das
war schon ein ganz besonderes Erlebnis.
Gibt
es auch Situationen, die anstrengen?
Ja.
Das frühe Aufstehen am Sonntagmorgen kostet schon manchmal Überwindung. Dabei
gehe ich eigentlich am Samstag nicht noch lange aus.
Sie gehen ins Gymnasium und werden im
nächsten Jahr das Abitur machen. Sie möchten später Lehrerin werden. Bleibt
neben dem Lernen auch noch Zeit für Hobbys?
In
diesem Schuljahr habe ich an vier Nachmittagen Unterricht, insgesamt 32
Wochenstunden. Doch ich muss nicht nur lernen, sondern kann auch noch
Babysitten und Nachhilfe erteilen. Außerdem gehe ich dreimal wöchentlich abends
zum Sport. Mein großes Hobby ist das Fotografieren. In einem neuen Bildband über
den Ostalbkreis sind zwei meiner Fotos veröffentlicht. Ich will auch beim
Essinger Fotowettbewerb mitmachen.
Ich merke, Sie sind eine sehr aktive junge
Frau und es ist sehr schön, dass Sie sich im Kindergottesdienst für unsere
Kirchengemeinde einsetzen. Haben Sie auch Interesse an anderen Bereichen?
Dazu bleibt mir
absolut keine Zeit mehr.
Welche Wünsche haben Sie für unsere
Kirche?
Ich
wünsche mir, dass noch viel mehr Kinder in unsere Kinderkirche kommen. Die
Eltern können ihre Kleinen ja begleiten und entweder beim Gottesdienst in der
Kirche bleiben oder mit uns in das Gemeindehaus gehen. Unser ganzes Team würde
sich über eine noch größere Kinderschar sehr freuen.