Unter
dem Motto „WIR sind mehr als ICH und Du“, spannten fast 120 Frauen aus zwölf Gemeinden
am 26. Januar 2009 ein Netz der Beziehungen untereinander.
Nach
einem kurzen Grußwort von Pfarrer Bäuerle, vorgetragen von unserer Pfarramtssekretärin
Simone Pfleiderer, hieß die Moderatorin Engeline
Neuhaus die zahlreichen Gäste herzlich willkommen. Pfarrerin Heike Ehmer-Stolch aus Wasseralfingen schöpfte in ihrem Vortrag
„Keine lebt für sich allein“ aus dem reichen Schatz täglicher Erfahrung,
stellte fest, dass wir uns in Beziehungen gegenseitig tragen, einander ergänzen
und dabei ein höheres Maß an Kreativität entwickeln.
Dabei
sollte jede Einzelne darauf achten, dass es ihr selbst erst wirklich gut geht,
wenn sie das WIR in den Vordergrund stellt. Pfarrerin Ehmer-Stolch
verwies auf die globale Bedingtheit unseres Daseins und rief zu mehr
Beteiligung am fairen Handel zugunsten der Dritten Welt auf. Gelegenheit dazu
bot sich am Eine-Welt-Stand, an dem die Frauen das
reichhaltige Angebot gerne annahmen.
An
einem reich bestückten Bücherstand konnte unter anderem auch Literatur zum
Thema des Tages erworben werden. Bei einem gemeinsamen Besuch konnten im
Essinger Dorfmuseum, in dem bereits drei von voraussichtlich zehn Stuben, darunter
Schuhmacherei und Friseurladen, besichtigt werden. Die beiden Mitinitiatoren
Horst Wormser und Rudolf Fallack wurden nicht müde,
anhand der Ausstellungsstücke die örtliche, aber auch wesentliche Aspekte der
Allgemeinhistorie anzusprechen.
Nach
dem gemeinsamen Essen im Gasthaus Bären stimmte der Posaunenchor unter der
Leitung von Reinhard Liebhäußer auf das Nachmittagsprogramm ein.
Gespannt
lauschten die Zuhörerinnen dem Vortrag von Pfarrerin Ingeborg Brüning aus Steinenkirch mit dem Titel „Schon jetzt – noch nicht“. Die
Referentin stellte die unperfekte Welt dem vollendeten Reich Gottes gegenüber
und plädierte für eine grundlegend neue Lebenseinstellung. „Geld und Macht sind
die Ursachen für die Ungerechtigkeit auf der Welt“, betonte sie. Als Empfehlung
gab sie mit, öfter mal darüber nachzudenken, dass viel Besitz nicht unbedingt
glücklicher, sondern sogar unbeweglicher mache.
Die
Bibel zeige den Menschen den Weg, die Zwischenzeit bis zum Reich Gottes aktiv
und sinnvoll zu gestalten. Umrahmt war der Tag durch viele gesungen Lieder,
begleitet von Frau Susanne Lipp, einer Buchvorstellungen der Moderatorin Engeline Neuhaus, sowie interessanter Gespräche
untereinander. Ganz praktisch erlebten die vielen Helferinnen das Motto des Tages
„WIR sind mehr als ICH und DU“ – denn „viele Hände machen ein schnelles Ende“.
Herzlichen Dank an alle, die zum guten Gelingen des Nachbarschaftstreffens
beigetragen haben.
Ulrike
Hofer