Notfallseelsorge PSNV

Im Ostalbkreis ist die Notfallseelsorge seit Oktober 2001 im Einsatz.
Informationen über die Notfallseelsorge (NFS) im Ostalbkreis

PSNV (Psycho-Soziale Notfall-Versorgung) ist der Überbegriff für alle Organisationen, die sowohl für Angehörige, Hinterbliebene, Ersthelfer aber auch Einsatzkräfte betreuen, begleiten oder unterstützen.
Informationen über die Einsatzkräftenachsorge (CISM-Team) im Ostalbkreis
 
Notfallseelsorge ist
"Erste Hilfe für die Seele"!

Notfallseelsorge im Ostalbkreis

• Während Unfallopfer inzwischen optimal medizinisch und technisch gerettet und versorgt werden können, bleibt oft keine Zeit für die seelische Betreuung der Betroffenen, der Angehörigen oder der Ersthelfer.
• Kaum eine andere Berufsgruppe wird mit so viel Leid, Sterben und Tod konfrontiert wie die Mitarbeiter/innen der Rettungsdienste, Feuerwehr oder der Polizei.

Während die Einsatzkräfte mit der medizinischen Versorgung, der Technischen Hilfe oder polizeilichen Aufgaben beschäftigt sind hat der/die Notfallseelsorger/in Zeit zum Zuhören, Reden, Beten, Trösten, Angst abbauen und Begleiten.

Nicht nur bei Angehörigen und Ersthelfern bleiben Bilder von entsetzlichen und außergewöhnlichen Notfallsituationen hängen. Auch Einsatzkräfte können von belastenden Erlebnissen verfolgt werden. Akute Belastungen können Stress auslösen und z.B. zu Schlafstörungen, verändertem Essverhalten oder Schuldgefühlen führen.


Die Notfallseelsorge will da sein für:
• In Not geratene (Unfallopfer, Sterbende,Verursacher, Ersthelfer, Augenzeugen)
• Angehörige (Begleitung in der ersten / schwierigsten Phase)
• Verstorbene (Wahrung ihrer Würde und Aussegnung)
• Einsatzkräfte (Unterstützung und Gesprächspartner)


Die Alarmierung erfolgt durch die Einsatzkräfte / Einsatzleiter der Rettungsdienste, Feuerwehren oder Polizei über die Rettungsleitstelle Aalen.

Einsatz der Notfallseelsorge bei:
Unfällen mit Todesopfern, Suizid und Suizidversuch, Überbringen einer Todesnachricht, Plötzlicher Säuglingstod (SIDS), Gewaltverbrechen oder Missbrauch, Großschadensereignisse und Katastrophen, Personenschaden im Gleisbereich, Erfolglose Reanimation, Vermisstensuche, Unterstützung von Einsatzkräften, Tod oder Verletzung von Einsatzkräften...

Die Notfallseelsorge geschieht in Zusammenarbeit zwischen der Evang. und Kath. Kirche und dem Ostalbkreis mit den Rettungsdiensten, Feuerwehren und der Polizei. Der Einsatz wird nach Absprache mit den jeweiligen Einsatzleitungen vor Ort durchgeführt.

 

Eine ausführlichere Information dazu bietet die

Konzeption der Notfallseelsorge Baden-Württemberg! (2,1 MB)

Gebet zum Amoklauf in Winnenden am 11. März 2009:

 

Lieber Gott,

 

geschockt, voller Angst, Trauer und Ratlosigkeit stehen wir vor Dir angesichts der schrecklichen und unfassbaren Ereignisse in der Winnender Schule.

Sie gehen über unseren Verstand und unseren Glauben.

 

Wir kommen zu Dir mit unseren Fragen:

Wie konnte so etwas nur passieren?

Wo war Deine helfende und schützende Hand?

Wo warst Du Gott - und wo bist du jetzt?

Wir suchen nach Trost, nach Gründen für Zuversicht.

Wir rufen: Gott - hast Du uns verlassen?

 

Wir beklagen siebzehn Menschenleben.

Wir klagen Dir den Tod von Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrern und „Unbeteiligten“. Wir trauern mit den Eltern und Angehörigen. Da ist kein Trost.

Wir klagen Dir unsere Unsicherheit und Angst. Es hätte auch uns treffen können.

Wir rufen zu Dir: Höre unsere Fragen, höre unsere Klagen!

 

Wir bitten Dich:

Sei mit den Eltern, Geschwistern und Angehörigen!

Wer kann trösten, wenn nicht Du, großer Gott!

Lass sie nicht allein!

Schenke den Verantwortlichen Worte und Weisheit, Zuversicht, Kraft und Phantasie.

 

Wir bitten Dich: Hilf uns in unserer Angst und Unsicherheit. Tröste uns in unserer Trauer und Mittrauer.

 

Lass uns nicht allein!

Amen!

 

(Quelle: www.elk-wue.de)

 

17.04.2015 - Alpha Omega: Der Amoklauf von Winnenden – Sechs Jahre danach

Sechs Jahre sind vergangen, Trauer und Entsetzen aber bleiben. Der Amoklauf von Winnenden und Wendlingen erschütterte die Menschen bundesweit.
Am 11. März 2009 erschoss ein 17-jähriger Jugendlicher neun Schülerinnen und drei Lehrerinnen in der Albertville-Realschule. Auf seiner Flucht tötete er noch einmal drei Menschen, verletzte 13 weitere schwer und richtete anschließend die Waffe gegen sich. Ein Trauma für Schüler, Angehörige und die Region.
Nach dem Gewaltdrama war der politische Aktionismus groß. Doch was hat sich seitdem getan? Wie steht es um die Sicherheit an Schulen im Land? Was hat sich im Waffengesetz verändert? Und was muss noch getan werden? Darüber spricht Moderatorin Heidrun Lieb mit ihren Gästen bei Alpha & Omega.